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Das Projekt wurde 2009 in einer umfangreichen Broschüre dokumentiert, die auch die Projektphasen nach Entstehung dieser Website umfasst:
Das Gräberfeld 13a – Von der Archivrecherche zur internationalen Geschichtswerkstatt

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Auf der Website des Goethe-Instituts wurde ein Bericht über den Holocaust im Schul-Unterricht veröffentlicht, in dem unser Projekt besondere Erwähnung findet.
Diese Website entstand als Wettbewerbsbeitrag für den Niedersächsischen Geschichtsatlas

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Grabschild eines Zwangsarbeiters
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Grabschild eines Zwangsarbeiters.
Zwei Schüler bei der Arbeit auf dem Gräberfeld
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Zwei Schüler bei der Arbeit auf dem Gräberfeld.

Damit kein Gras über die Sache wächst:
Erforschung des Gräberfeldes 13a


Eine deutsche Redewendung besagt, wenn Gras über eine Sache gewachsen sei, könne sie fortan vergessen werden und niemand möge weiter an sie denken. Von den Gräbern der in deutschem Gewahrsam während des Zweiten Weltkrieges verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen musste man dies bislang annehmen.

(Norbert Haase)


In diesem Zitat beschreibt der Geschäftsführer der Stiftung Sächsischer Gedenkstätten die Realität im Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere mit dem Andenken sowjetischer Kriegsgefangener.
Das Vergessen aber steht im Widerspruch zu dem im Grundgesetz formulierten Auftrag:
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Denn da, wo das Gras über die namenlosen Toten wächst, wird noch nach dem Tode ihre Würde nicht anerkannt.
Die Stille, die über dem Gräberfeld 13a liegt, ist nicht nur die Stille des Todes, sondern auch die Stille des Vergessens. – Hunderttausende von Familien der Opfer gedenken stets der Geschehnisse und der Toten des Zweiten Weltkrieges, und diese dürfen auch bei uns nicht in Vergessenheit geraten. Es ist wichtig, den Opfern des Krieges und des Dritten Reiches, deren Würde verletzt wurde, wenigstens die letzte Ehre zu gewähren. Zwar kann man ihnen nicht das Leben, doch aber ihren Namen, ihre Identität zurückgeben.
Oftmals stehen die Angehörigen der Opfer seit 60 Jahren vor der Frage, ob oder wo ihre verschollenen Väter, Großväter oder Brüder ein Grab haben. Selbstverständlich muss ihnen das Recht eingeräumt werden, zu erfahren, wo ihre Verwandten begraben liegen, so dass sie die Möglichkeit haben, am Grab Abschied zu nehmen.

Dazu wollen wir, Wolfenbütteler Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, unseren Beitrag leisten, indem wir das Andenken der auf dem Gräberfeld 13a begrabenen sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter zu erhalten suchen. Auch wir können somit von Menschen Abschied nehmen und an sie denken, die ehemals von Deutschen umgebracht wurden und von denen damals meistens keiner Abschied nahm. – Man muss sich mit den Geschehnissen der Vergangenheit ganz bewusst auseinandersetzen; dies ist ein entscheidender Baustein für den Frieden in Europa und für die Aussöhnung der Völker. Unsere Erforschung des Gräberfeldes 13a auf dem städtischen Friedhof sehen wir als einen Beitrag der jungen Generation zur Versöhnung mit den Menschen in Osteuropa.
Viele unserer Gedanken finden sich verdichtet wieder in folgendem russischen Sprichwort:

Erst wenn der letzte Gefallene sein Grab erhalten
hat, ist der Krieg endgültig zu Ende.