Eisen ist ein sehr häufig vorkommendes Element, das am Aufbau der
obersten Erdkruste einen Anteil von rund 5% hat.
Das im Hochofen gebildete flüssige Roheisen wird zum größten Teil zu
Stahl weiterverarbeitet.
Eisen ist das am meisten produzierte und verwendete Metall. Die
Weltproduktion an Rohstahl wird mit rund 720 Millionen Tonnen pro Jahr angegeben, davon in
Deutschland rund 41 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Metall wird selten rein verwendet, von
Bedeutung sind auch zahlreiche Eisenverbindungen.
Eisen ist seit dem Altertum bekannt. Eisengegenstände wurden schon in
ägyptischen Gräbern und in Australien gefunden.
Die Römer hatten schon im Jahr 15 v. Chr. große
Eisenverhüttungsanlagen.
| Eisenerz allgemein |
| chemisches Zeichen Fe |
| Atommasse 55847 |
| Schmelzpunkt 1535°C |
| Siedepunkt rund 3000°C |
| bis zu 760°C ferromagnetisch |
| 41Mill. T/Jahr werden gefördert |
| wird selten rein verwendet, meist Stahl |
| seit Altertum bekannt |
| Vorkommen: Brasilien, Australien, China, Kanada, |
| Deutschland, ehemalige GUS Staaten, Russland |
Vor 90 Millionen Jahren war die Uferzone eines Meeres (das Obere Kreidemeer) dort, wo heute der Seilbahnberg liegt. Aus dem Meeresgrund wurden Eisenerze ausgewaschen und am Ufer angespült. Es ist überliefert, dass am Nordrand des Erzlagers keine Bäume wuchsen, weil die Erdkrume über dem Erz zu dünn dafür war.
Im Folgenden finden sich weitere Informationen zum Lengeder Bergbau in Fragen und Antworten:
- Wo lagen die Gruben ?
In Bodenstedt, Peine, Bülten, Adenstedt und am Seilbahnberg
- Woher kamen die Arbeiter ?
Aus Lengede, Adenstedt, Bülten, Vallstedt, Bodenstedt und
Bettmar
- Welche Hilfsmittel wurden beim Bergbau benutzt ?
Schaufel, Hacke, Picke, Sprengsätze, Dampflokomotive
- Wie wurde Eisenerz abgebaut ?
Mit Sprengsätzen und dann mit der Dampflokomotive
abtransportiert, mit Förderkörben oder mit Pferden, die die Erzwagen ziehen
- Wie lange dauerte die Schichtzeit ?
Von 6 bis 18 Uhr
Der Eisenerzbau in Lengede begann im Jahr 1872 mit dem Tagebau
Sophienglück. Der Förderschacht Anna wurde seit 1912 abgeteuft und 1959 stillgelegt. Im
Ersten Weltkrieg begann man, Schacht Mathilde auszubauen. Er wurde ab 1921 benutzt.
Am 24. Oktober 1963 liefen bei einem Bergwerkunglück aus dem Klärteich 12 etwa 500.000 cbm Schlammwasser in die Grube Mathilde und füllten sie bis zur 60-m-Sohle. Von 129 Bergleuten konnten sich 86 retten. Durch Rettungsbohrungen wurden drei in Barbecke und 11 in Lengede geborgen. 29 Bergleute konnten nicht mehr gerettet werden. Die Rettungsaktion in Barbecke dauerte 8 Tage und die in Lengede 14 Tage.
Etwa ein Jahr lang dauerte das Abpumpen der Grube. Danach wurde wieder Eisenerz im Spülverfahren gefördert.
Am 26.02.1968 kamen bei einem Explosionsunglück 12 Bergleute ums Leben. Ein abgebauter Stollen sollte mit Gestein zugeschossen werden. Die dafür benötigten 5 t Pulver waren durch eingedrungenes Fuhsewasser nass geworden und verursachten die Explosion.
Am Jahresende 1977 wurde die Grube stillgelegt und 1979 der Förderturm
Mathilde abgerissen..