Spuren des Bergbaus in Lengede

 

 

 

Noch heute finden sich in Lengede Spuren des Bergbaus und des Grubenunglücks. Wir haben vor Ort recherchiert und folgendes zusammengetragen:

 

 

 

Der Seilbahnberg

 

 

 

 Straßennamen

 

 

 

 Sonstiges

 

 

 

 Befragung in Lengede

 

 

 

 Zeitzeugin aus Köln

 

 

 

 Gedenkstätte

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Seilbahnberg oder Lengeder Berg

 

 

 

Die beim Bergbau abgetragene Abraumerde verfüllte man zunächst in die bereits ausgebeuteten Teile des Grubenfeldes. Weil die Abraummenge immer größer wurde, begann man 1917 damit den Seilbahnberg aufzuschütten. Er ist aus dem Abraum des 2. Tagebaus „Mathilde“ von 1917 bis 1927 entstanden.                     Er wurde in Hängeförderung mit Seilbahn und Kipploren aufgefahren.Deshalb heißt er Seilbahnberg. Der Berg ist  72 m hoch. Seine Länge beträgt 375 m und seine Breite 250 m. Das umgebende Land liegt 85 m über dem Meeresspiegel (ü. d. M.) oder über Normalnull (N.N.), so dass der Berg eine Höhe von 157 m über N.N. hat. Zusammen mit den ehemaligen Klärteichen bildet der Seilbahnberg heute ein Erholungsgebiet.

 

 

 

 

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Straßennamen

In Woltwiesche gibt es die Dahlbuschstraße. 

Im Hauptort Lengede erinnern zahlreiche Straßennamen an den ehemaligen Bergbau:

 

  1. An den Teichen
  2. Schachtweg
  3. Stollenweg
  4. Erzring
  5. Bergstraße
  6. Am Seilbahnberg
  7. Schacht Anna Ring                                                     hinweisschild.jpg (87166 Byte)
  8. Grubenweg
  9. Mathildenweg
  10. Sandschacht
  11. Hinter der Kippe
  12. Kippe
  13. Sophienglück
  14. St. Barbara Weg
  15. Hauerstraße
  16. Glückauf-Ring
  17. Knappenweg

 

 

 

Sonstiges

 

 

 

Einige Lengeder Vereine hängen auch mit der Grube zusammen, z.B. der Bergmannsverein Lengede und der ASV Lengede  (Angelsportverein, der in den Lengeder Teichen angelt).

Die Gemeinde Lengede gibt eine monatliche Zeitung heraus, die kostenlos an alle Haushalte verteilt wird. Diese Zeitung heißt "Rund um den Seilbahnberg".

 

 

 

 

Befragung in Lengede

 

 

Wir haben eine Befragung in Lengede zum Grubenunglück von 1963 durchgeführt.

Hier unsere Fragen und ausgewählte Antworten der Passanten:

 

 

  1. Seit wann wohnen Sie in Lengede?
  2. Haben Sie vom Grubenunglück in Lengede im Jahr 1963 gehört?
  3. Haben Sie damalige Berichterstattungen selbst mitbekommen?
  4. Waren Sie schon mal bei der Gedenkstätte?
  5. Wie finden Sie es, dass sich Schüler mit dem Thema Grubenunglück beschäftigen?
  6. Welche Bedeutungen hat das Grubenunglück von 1963 für Sie?

 

Antworten:

 

Person 1:

-         Hier geboren 1947

-         Ja,  habe ich

-         Ja, trotz meines jungem Alters

-         Ja, das letzte Mal vor 3 Jahren

-         Ich finde das sehr gut, weil die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten soll

-         Ich war zu jung als dass es eine große Bedeutung für mich haben könnte

 

Person 2:

-         Ich bin vor 8 Jahren aus der Türkei hergezogen

-         Ja habe nebenbei davon gehört

-         Nein

-         Nein

-         Ist mir egal

-         Es bedeutet mir nichts

 

Person 3:

-         Ich bin seit dem Mauerfall hier wohnhaft

-         Ja, ich habe durch die Nachrichten davon erfahren

-         Nein, habe ich nicht

-         Nein, wo ist die?

-         Das ist mir relativ egal

-         Das Grubenunglück hat keine große Bedeutung für mich

 

Person 4:

-         Ich bin hier 1979 geboren

-         Nur von Erzählungen

-         Nein, zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht geboren

-         Ja

-         Das finde ich sehr sinnvoll und gut

-         Es hat keine große Bedeutung für mich

 

 

 

 

Zeitzeugin aus Köln

 

 

Im September 2002 waren wir (die Klasse 10b der Realschule Lengede) auf  Klassenfahrt in Köln. Als wir eines Morgens mit der S-Bahn

in die Kölner Innenstadt gefahren sind, habe ich mich zufällig neben eine ältere Dame gesetzt. Wir kamen langsam ins Gespräch.

Zum Beispiel fragte sie mich, woher wir kämen. Als ich dann unseren Schulort "Lengede" nannte, sagte diese ältere Dame gleich

"Ach, da war doch damals das schwere Grubenunglück!"

Während wir uns noch weiter unterhielten, wurde mir bewusst,dass damals auch weit entfernt lebende Menschen über das Grubenunglück informiert

waren und mit den Verschütteten mitfühlten.

Gern hätte ich mich noch weiter mit dieser netten Dame unterhalten, aber leider waren wir an unserem Ziel angekommen und mussten aussteigen.

Ich konnte mich gerade noch von ihr verabschieden.

Dieses Treffen zeigt, dass auch heute noch das Lengeder Grubenunglück nachwirkt.

 

Stephan R.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedenkstätte

 

 

 

Im ehemaligen Bergbau-Gelände erinnert eine Gedenkstätte an das Grubenunglück von 1963 und 1968. Dort stehen die Namen

 

der Toten (29 Bergleute 1963 und 12 Bergleute 1968) sowie eine Schilderung der Katastrophe. Als letzter Satz ist eingemeißelt:

 

" Gott gebe ihnen Frieden!"

 

Diese Gedenkstätte wurde von namhaften Künstlern errichtet. Sie soll ausdrücken, dass der Mensch nicht immer Herr der Technik ist.

 

 

 

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