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Einführung Grundlagen Ablauf eines Festes
 
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Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg

"Geh, Bub, hol mal die Hebstange vom Hof, aber hurtig." So eilig der Junge auch losprescht: Was der Bauer ihn zu holen schickte, fand er auf dem Hof garantiert nicht. Wenn die Bauern früher beim Dreschen, der letzten Arbeit vor der Ernte, solche Scherze mit den Dorfkindern trieben, rührten sie damit an Grundsätzlichem: Wir jagen zu oft Dingen hinterher, die es nur in der Fantasie gibt." (M.U. Dreyling)

Dass man dieses Fest missbrauchen, diesen kirchlichen Feiertag zu Propagandazwecken nutzen würde, um die Massen zu begeistern und zu verführen, wäre damals keinem in den Sinn gekommen. Doch mit den erstmals am 1. Oktober 1933 gefeierten Reichserntedankfesten inszenierten die Nationalsozialisten wieder einmal ein Spektakel, dessen Erfolg sich an der ständig wachsenden Teilnehmerzahl ablesen lässt. Doch trotz der großen Bedeutung des Festes für die damalige

 

Zeit ist das Thema historisch kaum aufgearbeitet worden. Auch regional wurde das Thema eher tabuisiert, "vielleicht aber auch aus falscher Scham in der Erinnerung an die eigene Begeisterung als Festteilnehmer" schreibt Bernhard Gelderblom in seinem Buch über die Feste, der einzigen ausführlichen Aufarbeitung des Themas.

Mit dieser Homepage versucht unser Geschichtskurs einen Einblick in die Vorgänge zu geben und das Fest näher zu untersuchen. Vor allem sollen die Mittel dargestellt werden, mit denen die Nationalsozialisten sehr erfolgreich bei den Bauern um Zustimmung zu ihrer Herrschaft warben. Vielleicht können wir in der Inszenierung des Festes Gründe ausmachen, warum breite Teile der Bevölkerung freiwillig eine Diktatur unterstützten und bis zum Ende an Hitler glaubten.

 
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