Projekt
Einführung Grundlagen Ablauf eines Festes
 
   Autarkiepolitik   |   Erntedank   |   Nationalsozialismus   |   NSDAP   |
   Reichsparteitage   |   Sturmabteilung   |   Schutzstaffel   |   Varusschlacht
 

Vor dem Hintergrund der revolutionären Veränderungen nach dem 1.Weltkrieg gründete der Eisenbahnarbeiter Anton Drexler zum Jahresbeginn 1919 in Bayern die "Deutsche Nationale Arbeiterpartei" (DAP), die eine "judenreine" Partei war und der "Hebung des Handwerks" dienen sollte. Im September des gleichen Jahres trat Adolf Hitler als Nummer 55. Mitglied in die Partei ein; eigenen Angaben zufolge wählte er diese unbedeutende Partei, weil sie "noch nicht zu einer ‚Organisation' erstarrt" war. In dieser Partei könne man noch arbeiten und sie in die richtige Form bringen. Bereits im Oktober wurde Hitler in den siebenköpfigen "Arbeitssausschuss" (Vorstand) gewählt und erhielt die Aufgabe des Werbeobmanns.

Nach der Umbenennung der Partei in die "Nationalsozialistische Arbeiterpartei Deutschlands" (NSDAP) verkündete Hitler im Hofbräuhaus vor 2000 Hörern die 25 Thesen des von ihm und Drexler entworfenen Programms (24. Februar 1920). Es enthielt alle Schwerpunkte, die später im Dritten Reich das öffentliche Leben bestimmten: Zusammenschluss aller Deutschen in ein großdeutsches Reich, Wiederherstellung der früheren Ausdehnung Deutschlands, ein Juden ausschließendes deutsches Staatsbürgerrecht, Revision des Versailler Vertrages, allgemeine Wehrpflicht, Bekämpfung und Verbot zersetzender Kunst und Literatur.

Am 21. Juli 1921 wurde Hitler zum 1.Vorsitzenden mit umfassenden Machtbefugnissen gewählt und die NSDAP war somit die einzige Partei Deutschlands mit einem nahezu unbegrenzte Vollmachten besitzenden Führer. In der Folge baute Hitler die Partei systematisch aus, schuf die Sturmabteilung (SA), um seinen Ideen den nötigen Nachdruck zu verleihen.

 

Nach dem missglückten Hitler-Putsch vom 9. November 1923 wurde die Partei und ihre Zeitung verboten, Hitler selbst war von April bis November 1924 inhaftiert. Der gescheiterte Putschversuch veranlasste Hitler dazu, seine Strategie zu ändern und er stimmte noch vor Antritt seiner Haftstrafe Parteimitglieder darauf ein, in Zukunft mit "legalen" Mitteln an die Macht zu kommen.

Nach der Haftentlassung erreichte Hitler die Aufhebung des NSDAP-Verbotes und gründete im Februar die NSDAP auf der Basis des Programms von 1920 neu. In den nächsten Monaten straffte Hitler die Struktur der Partei, indem er besonders treu ergebene Gauleiter und Gruppenführer zu seiner engsten Gefolgschaft machte. Die Parteigenossen wurden in Ortsgruppen, Kreisen und Gauen zusammengefasst, die SA wiederaufgebaut und durch persönliche Kontakte dem Führer verpflichtet. Am Jahrestag des Gescheiterten Putsches gründete Hitler die Schutzstaffel (SS), die ihm persönlich unterstellt war.

Durch eine Mobilisierung von Wählermassen stieg die NSDAP in den Jahren von 1929 bis 1933 zur größten Partei auf, begünstigt durch innen- und außenpolitische Krisen sowie die Weltwirtschaftskrise. Bei den Reichspräsidentenwahlen von 1932, bei der sich Hindenburg erst im zweiten Wahlgang gegen Hitler durchsetzte, wurden die neuen Machtverhältnisse in Deutschland erst mal deutlich, die zugleich die Endphase der nach obenWeimarer Republik einläuteten.

zurück
 
zeitleiste   |   stichwortsuche   |   hilfe   |   quellen   |   kontakt