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Varus hatte im Jahre 9 n. Chr., wie in den vorhergehenden Jahren, in Germanien die Vorbereitung für die Überführung des Landes in eine römische Provinz vorangetrieben. Seine wichtigsten Aufgaben waren das Schlichten innergermanischer Streitigkeiten und die Einführung des römischen Rechts- und Tributsystems. Varus war im Spätsommer mit seinem gesamten Heer auf dem Rückweg in die Winterquartiere an der Lippe und am Rhein, als ihn im Gebiet der Cherusker nahe der Weser die Nachricht über einen Aufstand erreichte. Er beschloß, einen Umweg in dieses unwegsame, ihm unbekannte Gebiet zu machen, um diese Revolte niederzuschlagen.

Auf dem Weg zu der vorgetäuschen Revolte wurden die Römer von heimlich zusammengerufenen Kriegern der Cherusker, Brukterer, Marser und Chatten angegriffen. In einer für das römische Militär ungünstigen Situation bei schlechter Wetterlage mußten die Soldaten nicht nur gegen die germanischen Krieger, sondern auch gegen abtrünnige germanische Hilfstruppen im eigenen Heer kämpfen. Im Verlauf einer sich über mehrere Tage hinziehenden Schlacht verschanzten sich die Römer anfangs, bis ihr Lager den germanischen Überfällen nicht mehr stand hielt. Nur wenigen gelang die Flucht, einige gerieten in Gefangenschaft. Varus stürzte sich angesichts der ausweglosen Situation in sein Schwert. Die Germanen töteten auf - aus römischer Sicht -

 

äußerst barbarische Weise die gefangenen Offiziere, dem Varus schnitten sie den Kopf ab. Diesen schickte Arminius an den Markomannenkönig Marbod, um ihn in die antirömische Koalition zu ziehen. Diese schickten das Haupt weiter nach Rom, wo es bestattet wurde. Kaiser Augustus soll äußerst verzweifelt über die Niederlage gewesen sein.

Über den möglichen Ort der Schlacht wurde oft spekuliert. Der römische Geschichtschreiber Tacitus beschrib die Lage des Schlachtfeldes zwischen Lippe und Ems. Die Dörenschlucht bei Detmold nahe des Weserberglandes schien alle geographischen Gegebenheiten zu erfüllen. Hinzu kam, dass hier der sogenannte "Teutberg" lag. Tacitus schrieb in seinen Werken vom "Teuoburgiensi saltu", was nahelegte, dass die Schlacht bei Detmold stattgefunden haben müsse. In diesem Glauben befanden sich auch noch die Nationalsozialisten, als sie den Bückeberg im Weserbergland als Feststätte auswählten. Wie sich durch Funde bei Kalkriese jedoch zeigte, fand die Varusschlacht nicht in dieser Gegend statt, sodass Kalkriese heute als tatsächlicher Schlachtenort gilt.

nach obenQuelle: http://www.kalkriese-varusschlacht.de

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