"Gerechter unter den Völkern" 1994
Stegen 1995
Yad Vashem 1995
Handrup 1996
Aschendorf 1997
Gedenkfeiern 1998
Stegen 1999
Stegen 2004
   


Die Bronzetafel zur Erinnerung an P. Middendorf´, bedeckt mit der
Flagge der ehemaligen Stadt Aschendorf.

 

Gedenkfeiern 1998

 

Am 19 Juni 1998 feierte das Kolleg St. Sebastian das 100. Geburtsjahr von Pater Middendorf, dem „Gerechten unter den Völkern“, der in den schrecklichen Jahren der Judenverfolgung einige verfolgte Menschen jüdischer Abstammung im Kloster Stegen versteckt und gerettet hatte.

An dem Tag standen zwei Ereignisse im Mittelpunkt. Ein neugeweihter katholischer Priester und ehemaliger Schüler des Kollegs, Thomas Ehret, hielt den Gottesdienst. Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Schulgemeinschaft mit rund 40 Gästen in 18 Diskussionsgruppen, denen über 600 Schülerinnen und Schüler zugeteilt wurden. Unter ihnen waren Zeitzeugen, Verfolgte jüdischer Herkunft, ehemalige Stegener und Referenten aus der Gruppe der Gäste, die von der Zeit 1933 – 1945 und über die heutige Zeit berichteten. Nach dem Gruppentreffen wurde in Anwesenheit des Lehrerkollegiums und der Gäste, unter ihnen auch eine Abordnung aus Aschendorf, dem Geburtsort Pater Middendorfs, im Haupteingang der Schule eine von Roswitha Kloßmann-Kraus und P. Bothe gestaltete „Gedenkstätte“ vorgestellt, wobei die Gestalt Pater Middendorfs, die Ehrenurkunde und die Medaille, die 1995 von Yad Vashem übergeben wurde, im Mittelpunkt standen.

 

Auch in Aschendorf wurde der 100. Geburtstag ihres Schulpatrons im September 1998 von der Heinrich-Middendorf-Realschule gefeiert. Zu dem Anlass kam sogar aus Stegen eine Abordnung des Stegener Gemeinderates mit ihrem Bürgermeister Siegfried Kuster zu Besuch.

Aber die eigentliche Gedenkfeier fand am Freitag, dem 11 September, gegen Abend statt, wo sich zunächst nur die Ehrengäste auf dem Schulhof versammelten. Nach der festlichen Begrüßung wurde neben dem Eingang der Schule durch den Bundestagsabgeordneten Rudolf Seiters, die Bundestagsabgeordnete und Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, Cornelia Schmalz - Jakobsen, Bürgermeister Nehe und Ortsbürgermeister Michael Goldmann eine Gedenktafel enthüllt. Danach fanden sich die Gäste in der Aula ein, wo sie ein musikalisch umrahmtes Fest erwartete.

Dort hielten einige Gäste noch eine Rede, wobei der besondere Dank dem Realschullehrer Paul Thoben galt, weil er sich als einer der Ersten intensiv mit dem Leben von Heinrich Middendorf beschäftigt hat und auch der Mitinitiator der Namensgebung der Realschule war.

Vortrag von Frau Cornelia Schmalz-Jacobsen

 


Enthüllung der Bronzetafel im Eingangsbereich der Heinrich-Middendorf-
Realschule Aschendorf.
v.l.n.r.: Cornelia Schmalz-Jacobsen, Marita Niehoff, Rudolf Seiters.

 

 


Die neue, am 11. 9. 1998 enthüllte Gedenktafel zu Ehren von
Pater Dr. Heinrich Middendorf SCJ.

 


Ehrengäste: Uschi Buß, Wilfried Buß, P. Dr. Bernd Bothe SCJ.


Eröffnung der Dauerausstellung im Foyer der Schule.