"Gerechter unter den Völkern" 1994
Stegen 1995
Yad Vashem 1995
Handrup 1996
Aschendorf 1997
Gedenkfeiern 1998
Stegen 1999
Stegen 2004
   

Die Feierstunde in Stegen: 24. Mai 1995

Am 24. Mai 1995 fand im Kolleg St. Sebastian in Stegen in festlichem Rahmen eine Feierstunde statt. Bei dieser Feierstunde wurde Pater Dr. Heinrich Middendorf in den Kreis der „Gerechten unter den Völkern“ aufgenommen. Angereist waren dazu der Gesandte der Israelischen Botschaft in Bonn, Avraham Benjamin, sowie die Referentin für Yad-Vaschem-Angelegenheiten, Gisela Kuck. In der musikalisch umrahmten Feierstunde begrüßte P. Rektor August Hülsmann SCJ eine große Anzahl Gäste. Nach der Begrüßung gab P. Dr. Bernd Bothe SCJ in einem Dia-Vortrag einen Überblick über seine Forschungen der letzten Jahre. Pater Dr. Heinrich Middendorf hatte viele Hilfesuchende im Kloster Stegen aufgenommen. Viele seiner Schützlinge waren jüdischer Herkunft: Lotte Paepcke und ihr Sohn Peter, Irmgard Giessler und ihre Tochter Ursula, Gerhard Zacharias, die Geschwister Dieter und Eva Bachenheimer sowie die Geschwister Helga und Heinz-Kasimir Karmiol. Nach der Würdigung übergab Avraham Benjamin die Ehrenurkunde und die Medaille, die Pater Bothe stellvertretend für die Herz-Jesu-Priester von Stegen und für das Kolleg St. Sebastian entgegennahm. Dabei las der israelische Gesandte für die Gäste den in hebräisch und englisch verfassten Text der Urkunde sowie die Beschreibung der Medaille in deutscher Übersetzung vor.

Nach der Übergabe der Medaille sprach derjenige, der sich vor allem für die Ehrung Pater Middendorfs eingesetzt hatte, Dr. Peter Paepcke. Er appellierte mit bewegenden und überzeugenden Worten an die Jugend, sich der Ungeheuerlichkeit des Holocaust bewusst zu werden und in ihrem Leben alles zu tun, damit ein solches Ereignis nie wieder Wirklichkeit werde.

Am Ende der Feier bedankte sich der Schulleiter des Kollegs, Oberstudiendirektor Eberhard Breckel bei dem Staate Israel und den Verantwortlichen von Yad Vaschem, die durch die Auszeichnung von Pater Middendorf alle mahnen und erinnern, seinem Beispiel zu folgen.