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Die Ehrentafel in Yad Vashem: 19. Oktober 1995
Am 19. Oktober 1995 fand in Yad Vaschem in Jerusalem der dritte Akt der Ehrung von Pater Middendorf statt. Dazu reiste eine Gruppe mit 14 Personen nach Israel. Zu ihr gehörten: Dieter Bachenheimer und seine Frau Wilhelmine, Eva Zwingmann geb. Bachenheimer und ihr Mann Rudolf Zwingmann, P. Dr. Bernd Bothe und sein älterer Bruder Theo Bothe, Wilfried Buß und seine Frau Uschi, Hans Coenenberg mit seiner Frau Resi und Tochter Elisabeth, Hermann Lütteke sowie Josef Pater und seine Frau Ferdinande, ein mit allen befreundetes Ehepaar. Die Gruppe traf am Vormittag bei der Holocaust–Gedenkstätte ein; dort wurden sie zunächst von Tanja Degani, einer ehemaligen KZ–Insassin, durch die Gedenkstätte geführt. Um 10.45 Uhr meldete sich die Gruppe bei der Verwaltung der Gedenkstätte. Es war noch eine weitere Reisegruppe angekommen. Es stand also eine Doppelehrung bevor. Der Abteilungsleiter für die Verleihung des Titel „Gerechter unter den Völkern“, Dr. Mordecai Paldiel, begrüßte die beiden Gruppen und fragte nach den Personen jüdischer Herkunft und den Vertretern der zu Ehrenden. Von der deutschen Gruppe waren es Dieter Bachenheimer, Eva Zwingmann geb. Bachenheimer und Pater Bothe. Dr. Paldiel ging dann mit den beiden Gruppen in die „Halle der Erinnerung“ und mit den Vertretern der beiden Gruppen und den Personen jüdischer Herkunft in den unteren Raum hinab und stellte sie vor der ewigen Flamme auf. Währenddessen mussten die Gruppen im Zuschauerraum bleiben. Dann leitete Dr. Paldiel die Feier ein. Danach trug Herr Groß, ein Mitglied der anderen Gruppe, das Kaddisch in hebräischer Sprache vor. Nach dem Trauergebet legten die Vertreter der beiden Gruppen einen Kranz vor der Flamme nieder. Die Gruppen wurden dann von Dr. Paldiel zu zwei Tafeln geführt, die mit weiß–blauen Tüchern, den Farben des Staates Israels, bedeckt waren. Auch hier gedachte er der beiden „Gerechten unter den Völkern“ (Pater Heinrich Middendorf und Heinz Scheidling). Dieter Bachenheimer, Eva Zwingmann und P. Bothe nahmen das Tuch ab, und hervor kam eine rechteckige Steintafel, auf der in hebräisch und englisch stand: Pater Heinrich Middendorf, Germany. Am Ende der Ehrung schloss Dr. Paldiel die Feier mit einer Rede ab.
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